Gartenfachberater

Gartenarbeiten im Monat August

Gartenarbeiten im Monat August

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

jetzt wird es langsam Zeit Tomatenblüten zu entfernen, die sich noch an den Tomatenpflanzen befinden. Des Weiteren dürfen Sie auch in diesem Monat nicht vergessen, die Geiztriebe der Tomaten zu entfernen.

Vorsichtshalber sollten die Tomaten ständig auf Befall mit Krautfäule (Phytophthora) kontrolliert werden. Die unteren Blätter sollten entfernt werden, sobald sie gelb oder braun werden.

Erste Symptome von gelblichen Flecken auf den Blattoberseiten an Gewächshaustomaten deuten auf die Samtfleckenkrankheit hin. Die Samtfleckenkrankheit ist ein Pilzbefall, der sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell verbreitet und vor allem an Gewächshaustomaten auftritt. Später entwickelt sich ein samtartiger, bräunlicher Pilzrasen an genau den Stellen auf den Blattunterseiten. Befallene Blätter trocknen ein. Problematisch wird die Krankheit, wenn der Befall früh einsetzt. Durch den Blattverlust können die Früchte nicht ausreichend versorgt werden, und es kommt zu Ernteeinbußen.  Vorbeugend wirkt das Senken der Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften, Gießen, ohne die Blätter zu benetzen, weite Pflanzabstände und regelmäßiges Ausgeizen der Pflanzen. Entfernen Sie befallene Blätter und sammeln Sie im Herbst alle Pflanzenreste sorgfältig ab.

Für Tomaten, Gurken und Sellerie ist regelmäßige Bewässerung unentbehrlich für eine gute Ernte. Beim Sellerie müssen Sie jetzt auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten. Da die Pflanzen einen hohen Kalibedarf haben, sollten Sie einen entsprechenden Dünger wählen.

Wenn die Schoten des Paprika vollkommen ausgefärbt sind, sind sie süß und zart. Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, reißen Sie die Früchte nicht mit der bloßen Hand ab, sondern benutzen Sie ein scharfes Messer oder eine Schere.

Durch die besonders hohe Sonneneinstrahlung lassen sich häufig Schäden durch Sonnenbrand an verschiedenen Fruchtgemüsen beobachten. Vorbeugend sollten Sie die Pflanzen insbesondere auf der Südseite nicht zu stark entblättern.

Schneiden Sie Pfirsichbäume direkt nach der Ernte. Dabei entfernen Sie vor allem zu dicht stehende Zweige und trockene Äste.

Für die Obstbäume ist der August der letzte Zeitpunkt zur Düngung. Stark stickstoffhaltige Dünger sollten nur in begrenztem Maße verabreicht werden.

Sammeln Sie auch regelmäßig Fallobst auf, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern.

Beerensträucher erhalten den Auslichtungsschnitt. Dabei können Krankheiten bekämpft werden, die sonst im nächsten Jahr zu Schäden führen. Die Blattfallkrankheit der Johannisbeere und  Stachelbeermehltau werden so gemindert.

Bei Brombeeren findet man voll ausgereifte Früchte mit roten Einzelbeeren - das Schadbild der Brombeermilbe. Da diese Früchte ungenießbar sind, werden sie ausgepflückt und entsorgt. Befallene Beeren sind Ausgangspunkt eines Neubefalls.

Geiztriebe an den Brombeeren werden auf 20 bis 30 cm gekürzt.

Im August erhalten abgeerntete Erdbeerpflanzen die Hauptdüngung. 50 bis 60 g Volldünger je m² oder organischer Beerendünger werden verabreicht und in den Boden eingearbeitet. Vor der Düngung ist es ratsam, den alten vertrockneten Blattkranz zu entfernen.

Bei der Neupflanzung von Erdbeeren sollte darauf geachtet werden, dass der Blattansatz der Setzlinge mit der Erdoberfläche abschließt.

Bei Rosen werden verblühte Triebe entfernt, um neuen blühfähigen Seitentrieben das Wachstum zu ermöglichen. Lange Seitentriebe bei Strauchrosen können kräftig eingekürzt werden.

Die Gemüsebeete sollten Sie regelmäßig hacken. Dadurch bekämpfen Sie nicht nur Unkraut, sondern schützen den Boden auch vor dem Austrocknen.

Die Unkrautbekämpfung ist trotz der momentanen Trockenheit auch auf den anderen Flächen im und vor dem Garten wichtig.

Nach wie vor sollten Sie besonders auf die Blutrote Fingerhirse achten, die in einigen Gärten wieder zu sehen ist.

Momentan bildet sie ihre Blütenstände aus und es besteht die Gefahr der Weiterverbreitung der Samen, besonders durch den Wind. Die Samen sind ca. 3 Jahre im Boden keimfähig.

In unserem Gartenverein sind eine größere Anzahl von Waschbären unterwegs. Bewahren Sie deshalb Müll und Abfälle unzugänglich auf. Sichern Sie Mülltonnen ab und stellen Sie diese nicht in der Nähe eines Zaunes oder einer Mauer auf. So verhindern Sie Einstiegshilfen für die Tiere. Werfen Sie keine hochwertigen Speisereste auf den Komposthaufen.

Mit freundlichen Grüßen die Fachberater

Wolfgang Ackermann und Peter Uhlig.

 

 

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