Gartenfachberater

Gartenarbeiten im Monat Mai

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

die Gartenarbeiten im Mai werden bestimmt von der Aussaat und Pflanzung.

Gurken und Bohnen gehen nur in gut erwärmten Erdreich gleichmäßig und schnell auf. Die Bodentemperatur sollte bei ca. + 12 °C liegen. Bohnen sollten nur flach ausgelegt werden, da sie viel Luft zum keimen benötigen. Ansonsten faulen sie schnell. Beachten Sie, dass die frischen Keimblätter eine willkommene Speise für die Schnecken sind.

Sobald die Bohnen gekeimt sind, kann auch das Bohnenkraut zwischen den Bohnenreihen ausgesät werden. Wenn die Pflanzen groß genug sind, können Sie laufend frische Triebspitzen zupfen oder das Kraut büschelweise abschneiden und trocknen. Tipp: Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern ist das Aroma beim Bohnenkraut während der Blüte am kräftigsten.

Beim Anbau der Tomatenpflanzen sollten Sie möglichst einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern nach allen Seiten einhalten. Neben ausreichend Platz brauchen Tomaten auch regelmäßig und viel Wasser. Im Beet werden die Pflanzen tiefer, als sie im Topf standen gesetzt. Am Stamm bilden sich so zusätzliche Wurzeln, die später zur Ernährung der Pflanze beitragen.

Lassen Sie einen Blumentopf mit Loch direkt neben der Tomatenpflanze in die Erde ein. Durch das indirekte Gießen bekommen Ihre Tomaten Wasser, ohne dass die Blätter durch Spritzwasser nass werden. In den heißen Monaten verdunstet zudem das Wasser nicht so schnell sondern gelangt schnell zu den Wurzeln der Pflanze. Außerdem sollten Sie möglichst mit Regenwasser gießen, da dieses kalkarmer ist. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie stets nur die Wurzeln und niemals die Blätter gießen, sonst droht Braunfäule. Deshalb empfiehlt sich auch ein Anbau im Gewächshaus oder unter einer Folie. So sind Ihre Tomaten vor Regen geschützt, der das Entstehen von Braunfäule zusätzlich fördert.

Sobald der Boden und die Nächte ausreichend warm sind, können Sie Ihre Paprikapflanzen ins Freiland setzen. Sie sollten die noch dünnen Triebe dann gleich mit Stäben stützen, da sie bei Wind sonst leicht abknicken könnten. Die Pflanzen dürfen nicht austrocknen, sonst werfen sie die Blüten und Früchte ab. Außerdem sind die Pflanzen für laufende Düngung dankbar.

Opfern Sie die erste Blüte und geben Sie den zahlreich folgenden Knospen die Chance zur Entwicklung. Dann werden Sie in unseren kurzen Sommern bedeutend mehr Früchte bekommen.

Dill, Petersilie und Basilikum können nach den Eisheiligen direkt ins Freie gesät werden.

Bei Rhabarber sollten Sie regelmäßig die Blütentriebe entfernen, sonst bleiben die Blattstängel klein und dünn. Idealerweise sollten Sie den ganzen Blütenstiel an der Basis herausdrehen. Würden Sie ihn nur abschneiden, würden die Reste faulen und der Pflanze schaden.

Wer einen schönen Rasen haben möchte, sollte diesen wöchentlich um etwa ein Drittel kürzen. Allerdings nicht kürzer als 4 cm schneiden.

Frischer Rasenschnitt ergibt eine gute Abdeckung im Gemüsegarten und unter Beerensträuchern, aber nur dünn auflegen, sonst schimmelt das Gras.

Auch die Pflege von Rosen gehört zur Gartenarbeit im Mai. Viele Sorten entwickeln in diesem Monat Wildtriebe, die Sie direkt am Stamm entfernen sollten, damit sie nicht noch einmal austreiben. Zudem sollten Sie im Mai sicherstellen, dass Ihre Rosen nicht vom gefürchteten Sternrußtau befallen sind. Falls sich die Rosenkrankheit, die an unregelmäßig geformten grauschwarzen Flecken zu erkennen ist, bemerkbar macht, sollte sie umgehend mit Fungiziden behandelt werden.

Bei Tulpen, Narzissen und den anderen Frühjahrsblühern (Zwiebel-gewächse) die Blätter unbedingt stehen lassen. Sie ziehen von allein ein. Das Abschneiden der verblühten Stiele verhindert, das sich Samen bilden kann und somit eine Schwächung der Zwiebel.

Sobald die Temperaturen wieder wärmer werden, beschleunigen auch die Mikroorganismen im Komposthaufen ihre Arbeit. Um dem Verrottungsprozess zu beschleunigen, sollte der Kompost, wenn noch nicht geschehen, umgesetzt werden.

Bei Trockenheit sind die Erdbeerbestände mehrmals intensiv zu wässern und nach der Blüte ist eine kontinuierliche Wasserversorgung unabdingbar.Bei früh blühenden Erdbeersorten sollten Sie zunächst noch auf das Mulchen mit Stroh verzichten, denn es behindert den Wärmenachschub aus dem Boden. Warten Sie besser bis nach der Blüte bzw. bis die Frostgefahr endgültig vorbei ist.

Wenn Sie das Stroh auslegen, sollten Sie gleich etwas Stickstoffdünger in den Boden einarbeiten. Er gleicht die Stickstoffmenge aus, die die Mikroorganismen bei der Zersetzung des Strohs aus dem Boden binden.

Beerensträucher zählen zu den sogenannten Mullbodenpflanzen. Das bedeutet, ihre Wurzeln wachsen sehr flach unter der Oberfläche und sie bevorzugen einen feuchten und humosen Boden. Damit der Boden langfristig feucht bleibt, sollten Sie also mulchen. Dazu bedecken Sie die Erde am besten mit Laub, Kompost oder Rasenschnitt.

Sobald Weinreben blühen, wird zur Schere gegriffen. Kürzen Sie zur besseren Lichtversorgung die Triebe ein Blatt hinter den Blütenständen ein.

Flieder ist jährlich nach der Blüte zurückzuschneiden.

Das schöne Wetter um Ostern hat die Infektion und Ausbreitung der Echten Mehltaupilze begünstigt. An vielen Ziergehözen wie z. B. Flieder, Rose und Hortensie, aber auch an Nutzpflanzen wie z.B. Apfel und Salbei sind die weißen Pilzrasen auf den Blättern zu entdecken. Die Vertreter der Gruppe der Echten Mehltaupilze ist sehr spezifisch und oft nur auf einzelne Wirtspflanzen spezialisiert, sodass die Ansteckungsgefahr unter verschiedenen Pflanzen gering ist. Oft reicht eine Bekämpfung per Schere, indem die betroffenen Pflanzenteile entfernt werden.

Aktuell steht die Bekämpfung der Apfelgespinstmotte an. Diese Schmetterlingsraupen bilden dichte und teils große Nester aus Gespinstfäden und darin fressen sie bevorzugt die Blätter ab. Kleinere Nester können (zumindest bei kleinen Bäumen) mit der Schere entfernt werden.

Viel Erfolg bei den anstehenden Arbeiten wünschen Ihnen die Fachberater Wolfgang Ackermann und Peter Uhlig.

www.kgv-sommerheim.de