Gartenfachberater

Gartenarbeiten im Monat Juli

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

hier einige Hinweise für die Gartenarbeiten im Monat Juli:

Durch eine regelmäßige Bewässerung der Gemüsepflanzen verhindert man, dass es bei den Früchten zu Rissen kommt. Ansonsten können reifende Tomaten platzen. Ähnliches kann auch bei Möhren passieren.

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, wenn nicht so oft gegossen wird, gehen die Wurzeln der Pflanzen bis in die Tiefe, wo der Boden auch nach längeren Trockenperioden noch etwas feucht ist. Je nach Witterungslage reicht es meistens zwei, dreimal pro Woche zu gießen und dann reichlich.

Die meisten unserer Gemüse brauchen 25 – 35 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. 10 Liter pro 1 m² durchfeuchten die Erde

10 cm tief. Besonders hohen Bedarf haben Tomaten, Gurken und Paprika.

Wer regelmäßig und ganz flach seine Beete hackt, sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit länger in der Erde bleibt und das Unkraut hat man auch im Griff. Eine Mulchschicht hilft ebenfalls den Boden etwas länger feucht zu halten. Dazu kann man auch den Rasenschnitt verwenden. Die Mulchschicht sollte aber nur 2 bis 3 cm dick sein.

Wenn der Juli besonders trocken ist, sollte auch der Rasen regelmäßig gegossen werden. Beim Rasenmähen müssen Sie darauf achten, dass Sie das Gras nicht zu kurz schneiden. Das ist wichtig, denn bei großer Hitze vertrocknen kurze Grashalme leicht und werden dann unansehnlich braun.

Buschbohnen können noch bis Mitte Juli ausgesät werden, damit sind sie eine ideale Folgekultur für Frühkartoffeln oder Kohlrabi. Wenn die Bohnenpflanzen groß genug sind, können sie angehäufelt werden, um die Standfestigkeit zu erhöhen.

Sobald die Knospen sichtbar werden, dürfen die Pflanzen nicht mehr unter Trockenheit leiden. Auch eine leichte Düngung verhilft zu mehr Ertrag. Fehlt es den Pflanzen an Feuchtigkeit oder Dünger, bleiben die Hülsen kurz und krumm.

Bei den derzeit vorherrschenden trockenen Bedingungen sind ideal für die Vermehrung von Spinnmilben z.B. an Bohnen, an Kulturen im Gewächshaus wie Gurke und Tomate und an vielen Zierkulturen. Typische Symptome sind silbrig weiße Pünktchen auf der Blattoberfläche, auf der Blattunterseite sind gelbe Punkte, schwarze Krümel zu sehen und bei genauem Hinsehen kann man die kleinen Spinnmilben erkennen.

Es gibt im Handel Produkte auf Rapsöl und Kaliseife Basis. Im Gewächshaus können Raubmilben zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Bei Möhren wird durch das Anhäufeln verhindert, dass der Rand grün wird und von Schnecken angefressen werden kann.

Nach der Ernte der Kirschen ist der richtige Zeitpunkt, um die Kirschbäume zu schneiden. Bei Sauerkirschen sollten die Triebe, die Früchte getragen haben, bis zur nächsten Verzweigung (von der Triebspitze aus) zurückgeschnitten werden. Die in diesem Jahr wachsenden neuen Triebe tragen dann im kommenden Jahr Früchte.

Bei Süßkirschen sollten nur die zu eng stehenden, kranken und schwachen Äste ausgelichtet werden..

Bei Obstbäumen schneidet man Zweige, die sich kreuzen oder in die Krone hineinwachsen sowie Wasserschosser oder eng nebeneinander stehende Seidentriebe ab. Senkrechte Triebe sind dabei zu Gunsten flacher wachsender Triebe zu entfernen. Schneiden Sie die zehn bis 40 Zentimeter langen Äste dabei direkt über den an der Basis rosettenartig angeordneten Blättern ab. Noch nicht verholzte, längere Jungtriebe reißt man jetzt mit einem kräftigen Ruck aus (Juniriss).

Johannisbeeren sollten jährlich, am besten gleich nach der Ernte geschnitten werden. Um den Neutrieb zu fördern, werden die tragenden Triebe bodennah abgeschnitten. Während die roten Johannisbeeren am besten am zwei- oder dreijährigen Holz tragen, bringen die schwarzen Johannisbeeren an den oberen Teilen der jungen Triebe die meisten Früchte.

Abgeerntete Ruten der Himbeeren sollten bis kurz über den Boden zurückgeschnitten werden, das beugt der gefürchteten Rutenkrankheit vor. Auch schwache Jungtriebe werden abgeschnitten.

Sind die Früchte der Erdbeeren abgeerntet schneiden Sie das Laub der Erdbeeren bis auf eine Handbreit zurück, damit sie wieder kräftig austreiben und den Erdbeerdünger nicht vergessen..

Damit Dahlien, Gladiolen und andere Knollenpflanzen und Zwiebelpflanzen herrliche Blüten bekommen, sollten sie Anfang Juli gedüngt werden.

 

Einen schönen nicht so trockenen Sommermonat wünschen Ihnen die Fachberater Wolfgang Ackermann und Peter Uhlig.

www.kgv-sommerheim.de