Gartenfachberater

Gartenarbeiten im Monat Mai

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

in der Hoffnung, dass die Nachtfröste vorbei sind und die Eisheiligen nicht nochmals Nachtfröste bringen, obwohl die Wetterprognose noch ein Restrisiko für möglich hält, stehen folgende Arbeiten an.

Gurken und Bohnen gehen nur in gut erwärmten Erdreich gleichmäßig und schnell auf. Die Bodentemperatur sollte bei ca. + 12 °C liegen.

Vergessen sie nicht die Bohnen rechtzeitig anzuhäufeln. Sobald die Bohnen gekeimt sind, kann auch das Bohnenkraut zwischen den Bohnenreihen ausgesät werden.

Stangenbohnen sollten nicht vor Mitte Mai gesät werden.Da sie sehr hartschalig sind und recht langsam keimen, sollten die Samen in lauwarmen Wasser vorgequellt werden.

Beim Anbau der Tomatenpflanzen sollten Sie möglichst einen Abstand von etwa 50 Zentimetern einhalten. Neben ausreichend Platz brauchen Tomaten auch regelmäßig und viel Wasser. Im Beet werden die Pflanzen tiefer, als sie im Topf standen gesetzt.

Lassen Sie einen Blumentopf mit Loch direkt neben der Tomaten-pflanze in die Erde ein. Durch das indirekte Gießen bekommen Ihre Tomaten Wasser, ohne dass die Blätter durch Spritzwasser nass werden.

Sobald der Boden und die Nächte ausreichend warm sind, können Sie Ihre Paprikapflanzen ins Freiland setzen. Sie sollten die noch dünnen Triebe dann gleich mit Stäben stützen, da sie bei Wind sonst leicht abknicken könnten. Die Pflanzen dürfen nicht austrocknen, sonst werfen sie die Blüten und Früchte ab. Außerdem sind die Pflanzen für laufende Düngung dankbar. Opfern Sie die erste Blüte, dann werden Sie bedeutend mehr Früchte bekommen.

Dill, Petersilie und Basilikum können nach den Eisheiligen direkt ins Freie gesät werden.

Um Gurken, Möhren, Salat, Zwiebeln und auch Kohl prima gedeihen zu lassen, sollten Sie Dill dazwischen säen. Dieser fördert das Wachstum.

Wer im April bereits Frühkartoffeln in die Erde gebracht und noch nicht angehäufelt hat, sollte sobald die Triebe der Kartoffeln die obere Bodenschicht durchstoßen haben, sie mit etwa 5 cm Erde anhäufeln. Bereits 3–4 Wochen später kann ein zweites Mal angehäufelt werden.  Für ein gutes Wachstum werden zu Beginn ungefähr 15 bis 20 Liter Wasser pro m² und Woche benötigt – reicht der Niederschlag nicht aus, sollte gewässert werden. Ab Mai ist mit der ersten Generation des Kartoffelkäfers zu rechnen. Regelmäßiges Absammeln hält den Befall in Grenzen.

Bei Rhabarber sollten Sie regelmäßig die Blütentriebe entfernen, sonst bleiben die Blattstängel klein und dünn. Idealerweise sollten Sie den ganzen Blütenstiel an der Basis herausdrehen.

Bei Salatjungpflanzen kann sich bei zu häufigem Gießen schnell eine   Salatfäule entwickeln. Sie wird verursacht durch verschiedene Pilze, u.a. durch den Grauschimmel. Besonders bei Staunässe und dauerfeuchtem Boden in Verbindung mit hoher Luftfeuchte, wie z.B. im Folientunnel, Frühbeetkasten oder unter den Salathauben entwickeln sich die Pilze schnell. Pflück- und Schnittsalate eignen sich besonders gut für den Anbau im Hochbeet, aber auch im normalen Beet, Kübel oder Blumenkasten lassen sie sich gut kultivieren. Die Salate eignen sich auch gut als Lückenfüller zwischen Bohnen, Kohlrabi oder Möhren.  Ebenfalls sind Radieschen, Spinat, Zwiebeln oder Rote Bete gute Nachbarn.

Bei Trockenheit sind die Erdbeerbestände mehrmals intensiv zu wässern und nach der Blüte ist eine kontinuierliche Wasser-versorgung unabdingbar.Bei früh blühenden Erdbeersorten sollten Sie zunächst noch auf das Mulchen mit Stroh verzichten, denn es behindert den Wärmenachschub aus dem Boden. Warten Sie besser bis nach der Blüte. Wenn Sie das Stroh auslegen, sollten Sie gleich etwas Stickstoffdünger in den Boden einarbeiten. Er gleicht die Stickstoff-menge aus, die die Mikroorganismen bei der Zersetzung des Strohs aus dem Boden binden.

Beerensträucher zählen zu den sogenannten Mullbodenpflanzen. Das bedeutet, ihre Wurzeln wachsen sehr flach unter der Oberfläche und sie bevorzugen einen feuchten und humosen Boden. Damit der Boden langfristig feucht bleibt, sollten Sie also mulchen. Dazu bedecken Sie die Erde am besten mit Laub, Kompost oder Rasenschnitt.

Himbeeren vertragen eine hohe mineralische Düngung nicht gut. Verwenden Sie deshalb besser Kompost (2–4 l/m²) oder speziellen Beerendünger (60–80 g/m²). Düngen Sie Sommerhimbeeren das erste Mal Ende April/Anfang Mai und dann noch einmal im Juni, Herbsthim-beeren nur einmal vor dem Austrieb.

Knollensellerie sollte nicht vor Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden, da es sonst bei ungünstigen Witterungsbedingungen zu zahlreichen Schossern kommen kann.

Viele Sorten von Rosen entwickeln in diesem Monat Wildtriebe, die Sie direkt am Stamm entfernen sollten, damit sie nicht noch einmal austreiben. Zudem sollten Sie im Mai sicherstellen, dass Ihre Rosen nicht vom gefürchteten Sternrußtau befallen sind. Falls unregelmäßig geformte grauschwarze Flecken zu erkennen sind, sollten Sie umgehend mit Fungiziden behandelt werden.

Die Aussaat von Petersilie gelingt nicht immer. Die Samen brauchen drei bis vier Wochen zum Keimen und vertragen keine Nässe. Leicht werden die Keimlinge von Pilzkrankheiten befallen und bekommen gelbe Blätter. Einfacher geht es, wenn man in Töpfen vorgezogene Petersilie auspflanzt.

Bei Tulpen, Narzissen und den anderen Frühjahrsblühern (Zwiebel-gewächse) die Blätter unbedingt stehen lassen. Sie ziehen von allein ein. Das Abschneiden der verblühten Stiele verhindert, das sich Samen bilden kann und somit eine Schwächung der Zwiebel.

Flieder nach der Blüte zurückschneiden, verwelkte Rispen über dem nächsten Seitentrieb abschneiden.

Viel Erfolg bei den anstehenden Arbeiten wünschen Ihnen die

Fachberater Wolfgang Ackermann und Peter Uhlig.

 www.kgv-sommerheim.de